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REESige Ausstellung bei ''mittags am Markt'' in Rees

Foto: Michael Scholten

Rees von oben bei "Mittags am Markt"

Die katholische Kirche von oben oder die Reeser City zur Kirmeszeit: Das sind nur zwei von vielen Motiven, die der Halderner Werbetechniker und Drohnen-Fotograf Shaya aktuell bei "Mittags am Markt" ausstellt.

 

Rees. Der Halderner Werbetechniker und Drohnen-Fotograf Shaya zeigt ungewöhnliche Ansichten für Rees-Liebhaber.

 

Mit seinen Luftaufnahmen von Rees und Umgebung sorgt Shaya, Inhaber und kreativer Kopf der Halderner Werbeagentur KANNDU, auf Facebook-Seiten wie "Du bist Reeser" und "sei REESig" täglich für begeisterte "Like"-Stürme. Jetzt stellt der gebürtige Perser im Restaurant "Mittags am Markt" eine Auswahl großformatiger Bilder aus. Darunter eine ungewöhnliche Ansicht der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, die Innenstadt zur Kirmes-Zeit und die Rheinpromenade bei Hochwasser. "Kanndu" ist das persische Wort für Bienenstock. Deshalb spricht Shaya im Zusammenhang mit seinen Luftaufnahmen, die mit Hilfe einer summenden Drohne entstehen, auch gern von der "Bienenperspektive".

 

Schon als Kind und Jugendlicher liebte es der heute 31-Jährige, seine Heimatstadt Kermanshah aus der Luft zu sehen - sei es von den Gipfeln der umliegenden Berge oder aus dem Flugzeug. Vor gut zwölf Jahren zog er nach Rees und bekam auch den Niederrhein von oben zu sehen. "Als Perser erlebe ich den Niederrhein mit der gleichen Faszination, mit der ein Reeser mein Heimatland betrachten würde", sagt Shaya, der die Drohnenbilder ursprünglich nicht nur ins Internet stellte, um Aufmerksamkeit für sein eigentliches Hauptgeschäftsfeld zu wecken: die Werbetechnik. Denn KANNDU stellt Schilder und Beschriftungen her, verziert Firmenwagen oder druckt großformatige Banner im Auftrag von Banken, Geschäften und Unternehmen. Shayas riesige Luftaufnahme vom Ortsteil Millingen ziert zum Beispiel den Eingangsbereich der neuen Volksbank-Filiale in Millingen. Auch die neuen Sitzbänke, die der VVV Rees und die Volksbank am Trafoturm in Grietherbusch aufgestellt haben, zeigt Rees-Ansichten des Halderner Drohnen-Fotografen.

 

Die Ausstellung bei "Mittags am Markt" ist zu den Öffnungszeiten des Restaurants, montags bis freitags zwischen 9 und 15 Uhr, zu sehen. Ab 11.45 Uhr kann auch ein warmes Tagesgericht für 5,80 Euro bestellt werden. Rees-Liebhaber können die 120 mal 102 Zentimeter großen Bilder für 99 Euro kaufen.

 

Auch kleinere Formate sowie bedruckte Tassen und weitere Souvenirs sind in dem Restaurant, das zwischen dem Café Marche und dem Eiscafé Roma zu finden ist, erhältlich. Noch in diesem Jahr sollen ein Bildband und eine DVD mit Luftaufnahmen erscheinen.

 

Ein besonderes Angebot richtet sich an die Inhaber von Hotels und Ferienwohnungen in Rees: "Ich stelle ihnen gratis meine Bilder als Dekoration zur Verfügung", sagt Shaya. "Wenn die Gäste dann ein Bild kaufen, erhalten die Hotel- und Hausbesitzer eine Provision."

 

Quelle: Rheinische Post, Michael Scholten | 17. Aug. 2016

Kirmes | Rees | Sep. 2015

 

Wahid Valiei, genannt Shaya, Inhaber der Werbeagentur KANNDU, hat mit seinen Luftaufnahmen von Rees ri(e)esigen Erfolg. Seit drei Jahren ist er selbstständig

 

7649 Personen hatten sich gestern bis 14 Uhr die Luftaufnahme der Reeser Kirmes im Internet angeschaut. „Damit hat mein Foto die meisten Klicks aller Zeiten erhalten“, freut sich Wahid Valiei, genannt Shaya, Inhaber der Werbeagentur Kanndu und SeiREESig. Vor genau drei Jahren machte sich der gebürtige Iraner in Rees als Werbefachmann selbstständig.

 

Ein beschwerlicher Weg liegt hinter ihm: Shaya kam mit 17 Jahren als Asylbewerber nach Rees. Bis zu seiner Anerkennung nutzte er die sieben Jahre, um Deutsch zu lernen, seinen Realschulabschluss zu absolvieren, sich als Autodidakt Computerprogramme beizubringen, immer mit dem Ziel, in der Werbebranche Fuß zu fassen.

 

Besondere Aufträge

Doch bevor er 2012 durchstarten konnten, jetzt mit allen nötigen Papieren in der Tasche, musste das nötige Equipment angeschafft werden, das es zu finanzieren galt. Auch das gelang ihm. Heute umfasst sein Leistungsspektrum Werbetechnik, Folientechnik, Digitaldruck und Fotografie, jetzt auch Luftaufnahmen mittels einer Drohne (ein Flugobjekt mit Kamera).

 

„Es ist ein harter Kampf, ganz alleine eine Firma zu führen“, gibt Shaya zu. „Sehr dankbar bin ich, dass ich die Volksbank als treuen Auftraggeber für Roll-Banner, Plakate, Mattfolien, Fanartikeldruck und vieles mehr gewinnen konnte“, freut sich Shaya. Natürlich gibt auch etliche Privatkunden. Beispielsweise filmte er eine Baudokumentation. „Innerhalb nur eines Tages wurde ein Fertighaus komplett aufgebaut. Ich erhielt vom Bauherrn den Auftrag, den gesamten Prozess aus der Luft zu filmen.

Eine tolle Sache!“

 

Seine Fotografien sprechen für sich. Jüngst wurde eine Aufnahme von ihm für den neuen VVV-Kalender 2016 ausgewählt. Auf große Resonanz stieß die Aufnahme von der Reeser Rheinpromenade mit dem Aalschokker davor auf der Facebookseite SeiREESig. In jeder freien Minute geht Shaya seinem Hobby, der Fotografie, nach. Schon als Kind hat er auf Wetterverhältnisse geachtet und ein feines Gespür für Lichtverhältnisse entwickelt. Da kann es sein, dass er in der Abend- oder Morgendämmerung über Stunden ausharrt, um schlussendlich genau den Lichteinfall zu erwischen, der das Besondere der Fotografie ausmacht.

 

„Aus der Luft sieht alles noch viel schöner aus“, weiß Shaya, der gewerblich mit der Drohne fotografiert. Sein liebstes Fotomotiv ist und bleibt Rees -- aus allen Perspektiven und mit allen Facetten. So sieht er sich auch als Reeser und erlebt die derzeitige Flüchtlingswelle als unerwartetes Handicap. „Plötzlich bin ich wieder von dem inneren Ring, nämlich Halderner zu sein, in den äußeren katapultiert worden.“ Häufiger hört er jetzt den Satz: „Du als Ausländer....“ „Dennoch kann man es mit Talent, einem ungebrochenen Willen, Ausdauer und Fleiß hier in Deutschland schaffen. Aber es ist ein verdammt schwerer Weg. Da muss auch nach drei Jahren finanziell durchaus noch etwas kommen, um mal ein paar Tage Urlaub machen zu können“, resümiert er.

 

Seinen Firmen- und Wohnsitz hat er Op de Schapdick. Da hat er jüngst ungefragt für seinen Nachbarn Werbung gemacht. Auf einem Fahrrad-Anhänger am Haus steht ein großes Plakat als Werbung für Kanndu.de. Vor der Bürgermeisterwahl hat Shaya ein neues bedruckt und aufgestellt: „Ich finde ihn gut“ war unter dem Konterfei von Bürgermeister Gerwers zu lesen. „Das war nicht nur Nachbarschaftshilfe, sondern meine ehrliche Meinung.“ Sagt jemand, der täglich unterwegs ist, um Rees von seiner schönsten Seite zu zeigen.

 

Quelle: NRZ, Elisabeth Hanf | 29. Sep. 2015

 

 

Rees aus der Bienenperspektive

Mit eine fliegende Kamera gelingen Shaya beeindruckende Aufnahmen von Rees und den Ortsteilen.

Hier fühlt sich der 29-jährige Perser auch zuhause. Im Internet hat er schon eine treue Fangemeinde.

 

REES Bilder aus der Vogelperspektive sind eine beeindruckende Sache, doch die Bienenperspektive ist noch viel beeindruckender. Das beweist ein junger Mann namens Shaya regelmäßig auf seiner Facebook-Seite „Sei REESig“. Der Inhaber der Halderner Werbeagentur KANNDU präsentiert dort Luftaufnahmen der Stadt Rees und einzelner Ortsteile. „Kanndu“ ist in seiner persischen Heimat das Wort für Bienenstock, seine Fotos und Videos entstehen mit Hilfe einer fliegende Kamera, die wie ein großer Bienenschwarm klingt.

Deshalb hat Shaya den Begriff „Bienenperspektive“ erfunden.

Schon als Kind und Jugendlicher liebte er es, seine Heimatstadt Kermanshah aus der Luft zu sehen – sei es von den Gipfeln der Berge oder aus dem Flugzeug. Seit er vor elf Jahren nach Rees kam, wollte Shaya auch den Niederrhein von oben erleben. „Leider steht mir kein fliegender Teppich zur Verfügung, also blieb mir nur eine fliegende Kamera“, sagt der 29-Jährige. Doch die ferngesteuerte Drohne, die ihn vor drei Jahren auf der Kölner Fachmesse Photokina begeisterte, schien angesichts eines Kaufpreises von 30.000 Euro unerreichbar zu sein.

 

Nach intensiver Recherche fand er eine kleinere und sehr viel günstigere Drohne, die dennoch gestochen scharfe Bilder liefert. Seither eilt er sofort nach draußen, wenn über Rees die Sonne scheint. Scheinbar spielerisch steigt die 1,2 Kilogramm schwere Drohne mit Hilfe von vier Rotoren in die Höhe. Theoretisch könnte sie bis zu 300 Meter hoch fliegen, doch laut Gesetz darf sie 100 Meter nicht übersteigen. Als optimalen Platz für sich und seine Fernsteuerung hat Shaya den Mühlenturm am Rhein entdeckt. Von hier aus kann er die Drohne bis zu 700 Meter weit über Dächer und Bäume lenken und punktgenau wieder vor seinen Füßen landen lassen.

Bis er sich zutraute, die Drohne über bewohntem Gebiet oder über dem Wasser des Rheins einzusetzen, übte er viele Wochen am Millinger Meer oder am Altrhein. Bei der treuen Fangemeinde im Internet kommen bislang die Altrheinlandschaft bei Sonnenaufgang und die Reeser Innenstadt im Frühnebel am besten an, doch Shaya gibt sich bei der Frage nach seinen eigenen Favoriten diplomatisch: „Ich will mir keine Feinde machen, indem ich sage, welcher Ortsteil der schönste ist.“

Bei aller Begeisterung, die seine Bilder im Internet hervorrufen, gibt es einen kleinen Nachteil: „Mein Plan war, durch schöne Fotos im Internet auf meine Agentur aufmerksam zu machen“, sagt er. „Doch jetzt halten mich viele in erster Linie für einen Fotografen. Der bin ich zwar auch, aber mein Hauptgeschäftsfeld ist und bleibt die Werbetechnik.“ KANNDU stellt Schilder und Beschriftungen her, verziert Firmenwagen oder druckt großformatige Banner im Auftrag von Banken,

Geschäften und Unternehmen.

Viele hundert Aufnahmen hat Shaya schon von Rees aus allen Perspektiven gemacht. Doch die Gefahr, dass ihn der Niederrhein irgendwann nicht mehr begeistern kann, besteht offenbar nicht. „Ich komme aus Persien und sehe den Niederrhein mit der gleichen Faszination, mit der ein Reeser mein Heimatland betrachten würde“, sagt er. Seit 2003 hat Shaya Rees nur zweimal ganz kurz verlassen: „Einmal war ich auf Klassenfahrt in Italien, einmal mit dem Fahrrad in Holland. Aber am schönsten ist es in Rees.“ Nun hofft er auf einen schneereichen Winter, um sämtliche Ortsteile auch mal ganz in Weiß filmen und fotografieren zu können.

Quelle: Rheinische Post | Michael Scholten | Dez. 2014

Auf der Facebookseite „sei REESig“ breitet sich Begeisterung aus, wenn Wahid Valiei wieder neue Bilder von

Rees ins Netz stellt.

„Wie machst du das nur?“,lautet eine häufig gestellte Frage.

Um so lauter wurde jetzt der Jubel, als von ihm zu lesen war: „Hurra, ich habe endlich meinen Gewerbeschein

und eine tolle Digitalkamera!“ Er hat es geschafft. Wahid Valiei ist Unternehmer mit eigener Werbeagentur.

Bis es soweit kam, liegt ein langer beschwerlicher Weg hinter dem heute 27-jährigen Mann aus Kermanshah

in Persien.

 

Als 17-Jähriger flüchtete er aus dem Iran und wurde schließlich vor zehn Jahren als Asylbewerber in der Unterkunft

am Melatenweg in Rees untergebracht. In seiner Heimat war er ein guter Schüler und seit seinem 13. Lebensjahr

entwarf er für Geschäfte in der Nachbarschaft Werbung, mittels Schablonen und Folie, fabrizierte Werbebanner und

Schaufenstergestaltung.

 

In Deutschland sollte er zur Hauptschule, da er kein Wort Deutsch sprach. Dennoch schaffte er den Realschulabschluss.

Als er allerdings das Fachabitur in Duisburg auf dem Berufskolleg als gestaltung-stechnischer Assistent absolvieren wollte,

scheiterte er nicht an seinen Deutschkenntnissen, sondern an den Begleitumständen. „Wir wohnten mit drei Personen in

einem Zimmer im Asylantenheim Während die anderen beiden bis 4 Uhr nachts feierten, sollte ich in dem Zimmer schlafen.

Und morgens um sechs wieder zur Schule nach Duisburg fahren.“ Dabei beherrschte er den Lehrstoff aus dem Effeff,

konnte inzwischen mehr als sein Lehrer. Wahid Valiei gab nicht auf, lernte intensiv Deutsch und absolvierte zahlreiche

freiwillige Praktika im Bereich Werbetechnik und Fotografie. Und jetzt das Gründungsseminar in Düsseldorf. Seit zwei

Jahren hat er den rechtlichen Status eines anerkannten Asylbewerbers.„Die damalige Jugendhausleiterin Marlies Tenbruck

hat mich von Anfang an unterstützt und steht mir heute noch mit Rat und Tat zur Seite“, drückt er seine Verbundenheit aus.

Sein künstlerischen Talent fiel ihr von Anfang an auf. Nicht nur seine Zeichnungen, beispielsweise Porträtmalerei, auch im

Pointillismus, sind bestechen. Er ist auch handwerklich überaus geschickt. Als sein altes Auto nicht über den TÜV kam

und das Geld für die Werkstattreparatur fehlte, bestellte er die defekten Teile übers Internet, las sich in der Materie ein und

reparierte den Wagen selbst.

 

Seine neuen Visitenkarten sprechen für sich.

Wirbt er für sich als Fotograf, zückt er die Karte, die aussieht wie ein Filmnegativ.

 

Eine grandiose Idee. Die Visitenkarten sind mit einem Barcode versehen. Firmen wie Holzbau Schenk, Holzum, Fahrschule

Rösen oder Zweirad Arentsen haben ihm bereits Aufträge vergeben. Jetzt wartet er nur noch auch das nötige Equipment.

„Ich habe von der Volksbank jetzt den Existenzgründerkredit zugesagt bekommen“, freut er sich. Seine Eltern sind sehr stolz

auf ihn, besonders als er seiner Mutter eine Visitenkarte für ihren Friseursalon schickte.

 

Werbetechnik, Folientechnik, Digitaldruck, Fotografie –Wahid Valiei beherrscht das ganze Repertoire. Er freut sich auf die

erste Lieferung, beispielsweise des ferngesteuerten Blitzlichtes. „Bei der Aufnahme, bei der ich vom Fahrrad hochgesprungen

bin, musste ich ganz schön rennen“,lacht der Jungunternehmer, der seinen Gewerbeschein am 11. September erhielt.

Seine Agentur am Op de Schapdick 2, Rees-Haldern nennt er wie seine Internetseite www.KANNDU.de, mit dem Slogan

„ich kann es, du willst es“.

KANNDU heißt aber auch auf Persisch, Bienenstock und in Englisch ausgesprochen: can do.

 

Quelle: NRZ, Elisabet Hanf | 21. Sep. 2012

 

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